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Ein RPG in im Mafia-Style
 
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 Wohngebiete

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Vito
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Vito


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BeitragThema: Wohngebiete   Wohngebiete EmptySa Jul 30, 2011 6:54 pm

In den Gassen und an der Straße befinden sich viele Häuserblocks und manches mal auch ein schönes Haus. Viele Familien haben sich dort eingenistet.

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Seamus

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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMo Aug 08, 2011 8:32 pm

Seamus O'Brian sitzt in seiner Wohnung und raucht gerade. "Verdammt, was für ein Scheiß Tag!" flucht Seamus und betrachtet den Tisch vor sich. Wer hätte denn gedacht, dass Amerika nicht das erhoffte Traumland war, sondern nur ein weiteres Drecksloch in der Welt. Hier war nichts wie er es sich erhofft hatte, vielleicht ein bisschen besser als in England. Ansonsten das gleiche, Ausgrenzung, Bestechliche Cops und Kriminalität. Doch hier war das anders, hier waren nicht Iren sondern Italiener an der Macht, was Seamus nicht gerade gut bekommt. "Verfluchte Spagettis! Wollen mir keine Arbeit geben, nur weil mein Nachname net nicht mit i oder o endet!" flucht der Ire, erhebt sich dann und geht zum Fenster. Er spuckt aus und blickt dann zum Himmel. "Beschissenes Wetter!" murrt er und betrachtet dann die Straßen. Er würde Kontakte brauchen, wenn er hier irgendwas machen wollte. Er hatte noch ein bisschen Geld aus Irland, doch das würde nicht lange für die Wohnung reichen. So geht O'Brian zur Tür, packt sich vorher seine Jacke, zieht die Mütze tief ins Gesicht und verlässt dann seine Wohnung.
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Doc

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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyDi Aug 09, 2011 4:35 pm

Auf der Treppe vor der Tür des Wohnhauses in dem er eine etwas heruntergekommene Wohnung besiedelt sitzt Federigo oder auch "Doc" wie sein amerikanischer Spitzname ist und beobachtet den vorbeikommenden Verkehr bestehend aus Fußgängern, Autos verschiedenster Modelle und auch mehr als genug Fahrrädern.
"Frag mich warum es hier jeder immer so eilig hat."
murmelt der junge Mann als er beobachtet wie die Leute sich gegenseitig anschreien,anhupen und dabei mehr verschlechtern als verbessern in punkto "flüssiger" Verkehr. Also daran, dass es an den Leuten liegt schließt er schonmal aus. Schließlich sind der großteil dieser Worte italienische Schimpfworte.
"Ganz klar. Es ist das Land das Leute verändert."
Schließt er daraus. In seiner Heimatstadt Palermo ging alles noch etwas langsamer zu, Leute hatten es nie so eilig wie hier. So sitzt er nun wohl auf den Stufen dieses Gebäudes und philosophhiert vor sich hin.
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Seamus

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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 10:58 am

Seamus erwacht mit dröhnendem Kopf in seinem Bett, als ein lautes Pochen an seiner Tür erschallt. „Verdammt“ flucht der Ire und erhebt sich langsam „Was bei Maria, der Mutter unseres Herrn Jesus ist denn los“ schimpft Seamus weiter, während er sich schnell seine Hose anzieht und zur Tür geht. Er öffnet verschlafen und erblickt einen Mann im Anzug, der Hut und Mantel trägt. Dieser blickt Seamus an und fragt dann „Sind sie Mr O’Brian?“ Seamus blickt verdrießlich drein und sagt dann „Nein, ich bin Sching Pong, der Chinese! O’Brian wohnt woanders!“ Der Mann lächelt schwach und sagt dann „Mr O’Brian, ich habe keine Zeit für ihren doch sehr angenehmen Humor. Ich habe ihnen ein Geschäft vorzuschlagen, jedoch wäre es dafür erforderlich dass sie mit mir kommen.“ Seamus blickt den Kerl ein wenig misstrauisch an und fragt dann „Was für ein Geschäft?“ Der Mann betrachtet Seamus ein bisschen verärgert, sagt aber dann „Mr O’Brian, ich werde sicherlich nicht mit ihnen auf ihrem Flur reden! Ziehen sie sich an unten wartet ein Wagen auf sie, ich werde dort auf sie warten“ Erklärt der Mann und wendet sich dann ab. Seamus steht einen Moment verwirrt in seiner Tür, dann schlägt er diese fluchend zu und beginnt sich hastig anzuziehen. Sein Hemd, sein Pullover, seine Jacke und die Schuhe werden schnell angezogen und schon ist Seamus auf dem Weg hinunter. Wie der Mann gesagt hat, steht unten ein schwarzer Wagen, in dem auch der besagte Mann sitzt. Seamus bekommt die Tür geöffnet und setzt sich dem Mann gegenüber. „Mr O’Brian es freut mich, dass sie sich entschlossen haben meinen Vorschlag anzuhören. Wie mir und meinem Auftraggeber zu Ohren gekommen ist hatten sie bereits gestern Abend eine Konfrontation mit Mitgliedern der Familie Culincis. Nun wir sind natürlich betrübt über das forsche Auftreten dieser Familie und sind daher bereit ihnen Arbeit bei uns zu gewähren.“ Seamus blickt den Mann an „Sie wollen also, dass ich einer Familie beitrete weil ich eine andere bereits verärgert habe!“ Der Mann nickt „Wenn sie so wollen, Mr. O’Brian. Wir haben vor die Familie Culinci aus Little Italy zu vertreiben und sie werden uns dabei helfen. Ihr Freund von gestern Abend, ein Mann namens Giovanni, ist zwar kein hohes Tier, jedoch auch kein einfacher Handlager. Wir bieten ihnen die Möglichkeit ihn auszuschalten und uns ihre Treue zu beweisen, Mr. O’Brian.“ Seamus grinst „Ihr wollt also, dass ich ein paar Mafiosi für euch ausschalte? Was bietet ihr mir?“ fragt Seamus sachlich, schließlich würde so eine Auftrag und eine Gelegenheit auf Rache nicht allzu schnell wieder kommen. Der Mafiosi ihm gegenüber nickt und sagt dann „Gut, dann kommen wir zum Geschäftlichen Teil. Wir bieten ihnen einhundertfünfzig Dollar, wenn sie diesen Giovanni ausschalten. Ebenfalls werden sie ein Mitglied unserer Familie und stehen unter unserem Schutz. Sie werden dann weitere Aufträge von uns erhalten, wenn sie dies wollen.“ erklärt der Mafiosi „Und wir statten sie mit den Sachen aus, die sie brauchen um den Auftrag auszuführen.“ Seamus nickt und meint dann „Zweihundert und wir sind im Geschäft!“ Der Mafiosi lächelt, dann nickt und hält er Seamus die Hand hin. „Nun Mr. O’Brian ich freue mich, dass sie auf unserer Seite sind. Wir haben bereits über sie Informationen eingeholt und wissen, dass sie ihr Geld wert sind, schließlich gehörten sie zu den führenden Auftragsmördern in Irland und Großbritannien.“ Seamus zuckt mit den Schultern „Ich bin eher für das hier und jetzt, früher war einmal!“ sagt er und betrachtet dann den Mann „Ich würde im übrigen gerne wissen mit wem ich es hier zu tun habe.“ Der Mann lächelt und sagt dann „Mein Name ist Eduardo Scarpe und ich bin ein Mitglied der Cappechi Familie aus Sizillien.“ Seamus nickt kurz und sagt dann der Höflichkeit halber „Seamus O’Brian aus Belfast.“ Der Mann nickt nur und hebt dann einen Koffer hoch. „Nun Mr O’Brian dies ist ihr Arbeitsmaterial“ Er öffnet den Koffer, dieser beinhaltet einen Revolver und mehrere Ersatzpatronen. „Ich denke sie wissen wie man damit umgeht?“ fragt Scarpe und Seamus nickt und das Auto hält plötzlich an. „Giovanni wohnt in diesem Haus, in der dritten Etage. Seien sie leise und hinterlassen sie eine Botschaft! Die Culchini sollen wissen, dass sie hier nicht mehr sicher sind!“ Seamus nickt und steigt aus. Er zieht die Mütze tiefer ins Gesicht sodass man ihn nicht mehr erkennen kann. Auch hat er natürlich den Revolver in seiner Jackentasche verschwinden lassen. Das Auto von Scarpe fährt weiter, nachdem der Ire ausgestiegen ist.
Seamus betritt das Haus, er ist ruhig, wie immer wenn er seine Arbeit macht. Große Zweifel dass er fähig wäre einen Menschen zu töten, hatte er nicht, dass hatte er schon sooft getan. „Der Herr ist mein Hirte! Er leitet mich auf all meinen Wegen!“ flüstert Seamus und überlegt, wie viele Männer dieser Giovanni schon getötet hat. Wie viele Frauen er zu Witwen machte, wie viele Kinder zu Waisen. „Der Herr schickt mich um jemanden zu sich zu holen und danach ins Fegefeuer zu schicken!“ murmelt Seamus leise, während er die Treppe hinaufgeht. Schließlich erreicht er den dritten Stock und steht vor der Tür von Giovanni. Scheinbar ist niemand da, weswegen der Ire seinen Dietrich aus der Jacke holt und die Tür von selbst öffnet. Er würde warten, bis Giovanni nach Hause kam und ihn dann erledigen.
Als Giovanni die Tür öffnete fiel ihm nichts Besonderes auf. Das Schloss war ziemlich leicht aufgegangen, aber das war normal schließlich lebte er nicht gerade in einer guten Wohnung. Den Mantel war er über einen Stuhl und bemerkte erst dann dass im Wohnzimmer die Vorhänge zugezogen waren. Daran konnte er sich gar nicht erinnern. „Merda“ flucht der Mafiosi und ging in das Wohnzimmer,um Licht in seine Wohnung zu lassen. Erst als er am Fenster steht hört er hinter sich das Klicken eines Revolvers und verharrt auf der Stelle. „Hallo Giovanni, erinnerst du dich noch an mich?“ fragt eine Stimme hinter ihm. Giovanni schießt es durch den Kopf. Der Ire, dieser dreckige Irische Bastard, der gestern Abend in der Nachtbar von diesem Alten Ärger gemacht hat und den er nur nicht umgelegt hat, weil diese Nutte ihn davon abgehalten hat. „Ja, du wünscht dir jetzt, du hättest mich gestern doch erschossen, nicht wahr?! Dreh dich um!“ sagt Seamus und Giovanni gehorcht. Seamus steht vor ihm, seine Mütze tragend, eine Zigarette im Mund und einen Revolver in der Hand die auf seinen Kopf gerichtet ist. „Du hättest gestern wirklich nicht zögern sollen, denn mit einem Iren legt man sich nicht an!“ Giovanni realisiert erst jetzt wer da vor ihm steht „Du irischer Hund, die Culchini werden dich dafür kalt machen. Denkst du wirklich, dass sie nicht auch wüssten, wer mich umlegt. Und wenn nicht dich, dann deine Freundin! Die rothaarige Nutte, sie wird für dich büßen! Sie …“ Weiter kommt Giovanni nicht, denn Seamus hat ihm mit dem Revolver ins Gesicht geschlagen. Giovanni spürt Wärme in seinem Gesicht und das Blut seine Stirn hinunterläuft „Dafür wirst du Bastard bezahlen! Die Culchini …“ Seamus grinst und raucht weiter, dann unterbricht er ihn aber „Die Culchini werden schon bald nur noch ein Wort sein. Bald haben hier andere die Macht, aber das wirst du nicht mehr erleben!“ sagt Seamus grinsend. Giovanni muss trotz der Pistole und der blutenden Stirn lachen „Wer denn? Du? Deine Dead Rabbits? Die existieren doch nicht mehr? Die Culchini sind die mächtigste Familie in Little Italy, wer sollte sie denn hindern können.“ Seamus grinst und sagt dann „Schon mal von der Familie Cappechi gehört?“ Giovannis Lachen erfriert und sein Blick wird starr. Natürlich kannte er die Cappechis, wer kannte eine der mächtigsten Familien Sizilliens nicht. „Nun auf jedenfalls überbringe ich dir die Grüße meines Bosses Vittore Cappechi. Und natürlich meine eigenen. Möge Gott dir für deine Sünden vergeben!“ Dann drückt der Ire ab und Giovanni sieht noch das Mündungsfeuer des Revolvers, verspürt einen Schmerz in seinem Kopf, dann wird alles Schwarz.
Seamus blickt auf den toten Mafiosi hinab und steckt den Revolver weg. „Tja Kumpel, hättest du dich gestern nicht eingemischt! Obwohl ich hätte dich dennoch umgelegt!“ sagt er zu dem Toten und beugt sich über dessen Leiche. Er nimmt sein Messer dass er sich aus der Küche geholt hat und beginnt langsam ein C auf die Stirn des Toten zu ritzen. Dann drückt er mit seiner Zigarrette auf den Arm des Toten und hinterlässt zwei Brandmale. Zwei Punkte, sein Zeichen. „Schönen Tag noch und leg dich nicht mehr mit einem Iren an!“ sagt Seamus schließlich und steht auf. Beim Verlassen der Wohnung durchsucht er schnell den Mantel des Toten und nimmt dessen Pistole und Bargeld an sich. „Davon kann man nie genug haben!“ sagt Seamus während er die Tür hinter sich zuschlägt. Er sprintet das Treppenhaus runter und verlässt das Haus. Gerade als er abbiegen will, hält ein Auto vor dem Haus und Scarpe winkt hektisch. Seamus steigt in das Auto und der Fahrer gibt auch schon Gas. Während der Wagen losfährt, ertönen hinter ihnen Polizeisirenen, die jedoch leiser werden. Er jetzt wendet Seamus dem Mafiosi zu. „Alles erledigt!“ Der Mafiosi nickt zufrieden „Ich konnte es hören, Mr O’Brian. Ich denke, sie haben sich ihre Belohnung redlich verdient.“ Er holt einen Bündel Geldscheine hervor und nickt dann „Ich werde sie bald kontaktieren, wenn wir neue Arbeit für sie haben! Ich denke sie müssen nicht lange warten, einen Mann von ihrer Erfahrung und ihren Qualitäten können wir immer gebrauchen! Halten sie sich jedoch bedeckt und besorgen sie sich ein Alibi! Kann ich sie irgendwo hinbringen?“ Seamus nickt und sagt dann „Upperwestside!“ Scarpe wirkt doch ein wenig irritiert. „Das ist fast am anderen Ende der Insel!“ Seamus nickt „Eben, wenn ich dort wegen Trunkenheit festgenommen werde, kann ich unmöglich in Little Italy einen Mord begangen haben!“ sagt er grinsend und reicht Scarpe die Waffe „Die hätte ich gerne zu mir geliefert, ich hoffe das ist möglich!“ Dieser nickt nur und nennt dem Fahrer das Ziel. Die Fahrt dauert nicht lange und schließlich verlässt Seamus das Auto. Er sucht sich einen Polizisten und torkelt dann. Als dieser ihn anhält und fragt ob er betrunken sei, verneint Seamus gespielt lallend und erzählt was von der Queen und das er nur ihren Geburtstag gefeiert hätte. Der Polizist nimmt Seamus schließlich wegen Trunkenheit fest. Er wird auf eine Polizeiwache gebracht, verhört und gefragt woher er den Alkohol hatte, Seamus sagt jedoch nichts und sagt er habe sie einem Irischen Einwanderer am Hafen abgekauft. Die Polizisten glauben dem betrunkenen Iren scheinbar, sperren ihn in eine Arrestzelle und lassen ihn gegen Abend wieder frei. Eine weitere Strafe gibt es nicht, jedoch wurde Seamus verwarnt. Naja, zumindest hat er jetzt ein Alibi. Amüsanterweise wartet vor dr Polizeiwache Scarpe mit seinem Wagen und fährt Seamus zurück nach Little Italy. Dort angekommen, nimmt dieser Waffen und Geld entgegen und verlässt das Auto. Er betritt seine Wohnung und fällt dann auf sein Bett. Ein harter Tag Arbeit liegt hinter ihm, aber er hat gut verdient. Seufzend fällt Seamus auf sein Bett und schläft bald die Kleidung noch am Leib tragend ein.
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Polly

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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 11:53 am

Polly öffnet schlagartig die Augen als jemand sie schüttelt. "Spinnst du?" blafft sie Sofia an, die ziemlich aufgeregt zu sein scheint. Ihre schwarzen Haare, die langsam beginnen grau zu werden hängen ihr wirr aus dem Zopf, den sie nachts immer trägt. "An der Tür ist Pietro..." keucht Sofia und deutet immer wieder auf die Tür.

"Jetzt macht schon auf ihr Flittchen oder ich trete euch die Tür ein!" man kann ihm selbst durch die Tür anhören, dass er verdammt wütend sein muss und ein unangenehmer Schauer läuft Polly über den Rücken, während sie sich einen dunkelroten samtenen Morgenmantel, der schon bessere Tage gesehen hat, überzieht und nervös an ihren Fingernägeln kaut, während Sofia zur Tür geht und den Schlüssel umdreht um aufzuschließen. Sofort schwingt die Tür auf und Pietro schubbst die Frau zur Seite: "Geh weg. Zu dir will ich nicht du alte Schachtel." Mit einem unterdrückten Aufschrei fällt Sofia zu Boden. Knallt dabei mit dem Kopf gegen den Waschtisch und bleibt regungslos liegen. Pietro knallt die Tür hinter sich zu und steigt unachtsam über die bewusstlose Sofia hinweg. Polly schluckt den harten Kloß in ihrem Hals hinunter und hebt abwehrend die Hände: "Hör mal... Pietro mein Freund..."
"Halts Maul!" blafft der Italiener sie an, packt sie an den Schultern und wirft sie unsanft aufs Bett. Die metallenen Federn quietschen unangenehm schrill und Polly schlägt sich instinktiv die Hände vors Gesicht. Sofort ist Pietro über ihr, drückt sie mit seinem gesamten Gewicht auf die Matratze und zerrt an ihren Handgelenken.
Mit einer Hand hält er ihre Hände fest, mit der anderen greift er so hart nach ihrem Gesicht, dass Polly leise aufschreit. Er reißt so an ihrem Kinn, dass sie ihn ansehen muss: "Dein irischer Freund hat ja ein ganz schön großes Maul." knurrt er wütend und Polly merkt wie ihr die Tränen in die Augen steigen. "Du bist ziemlich dumm Rotschopf, dass du dich mit solchen Leuten einlässt. Ich sag dir was..." und bei seinen Worten wandert seine Hand weg von ihrem Kinn zu ihrem Hals: "du solltest dich wieder mit ihm treffen. Gewinn sein Vertrauen und dann lässt du uns wissen, was er den ganzen Tag so treibt. Hast du verstanden?"
Polly schluckt und die Tränen laufen ihr heiß übers Gesicht. Sie zwingt sich dazu zu nicken. Was sollte sie auch sonst tun? Widerworte würden bedeuten, dass Sofia, wenn diese aufwachen würde, Pollys Leiche finden würde.
Schluchzend schließt Polly die Augen, als Pietro nach dem Kragen ihres Nachthemdes greift: "Nur damit du nicht vergisst, wo dein Platz ist." hört sie ihn noch sagen, bevor der Stoff ihres Hemdes mit einem lauten Ratschen unter seinem Reißen nachgibt. 'Bitte lass es einfach nur schnell vorbei sein...'

Pollys Blick fällt auf die alte Standur an der Wand. "Du solltest dich anziehen, sonst kommst du zu spät in die Weberei."
Pietros Stimme ist so ätzend, dass Polly übel wird. Ächzend lehnt sie sich über den Bettrand und gibt dem Drang sich zu übergeben nach. Salzig brennende Magensäure kriecht quälend langsam ihren Rachen hoch, während sie hört wie Pietro das Appartement verlässt. Polly verharrt einen Moment, bevor sie es wieder wagt sich zu bewegen und setzt sich langsam im Bett auf. Ihren Blick wendet sie über die Schuler um nach Sofia zu sehen, die inzwischen allerdings nicht mehr auf dem Fußboden liegt, sondern mit einem mitleidig, traurigen Ausdruck in den Augen in der Ecke neben dem Waschtisch sitzt.
"Er hat recht..." presst Polly mit brüchiger Stimme hervor.
"Womit?" fragt Sofia tonlos.
"Ich sollte langsam gehen... Sonst verliere ich einen Tageslohn..." murmelt Polly und greift wie in Trance nach ihrer Kleidung.
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Vito
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 3:37 pm

Vito kommt nun wieder aus der Nachtbar raus. Er ist angetrunken, aber nur leicht. Nichts besonderes und auch nicht sichtlich merkbar, von daher fällt es auch niemanden auf. Wobei nun auch fast niemand mehr auf der Straße ist. Der Hafenarbeiter hat seine billige Anzugsjacke an und den Hut den er einmal von Armadeo gekauft hat, das hat er nur an Abenden an wenn er mal wohin geht, wieso sollte er auch sonst so schickt angezogen sein? So geht der junge Italiener am Gehsteig die Straße entlang und raucht dabei noch immer eine Zigarette die er noch vorhin in der Bar angezündet hat. 'Wenigstens hat es nun zum schütten aufgehört' denkt er sich und holt den Kragen von seiner Jacke hoch da es kalt ist. Im selben Moment hört er nun den Motor eines Autos, das sich relativ schnell ihm zu nähern scheint. Vito beschleunigt seinen Schritt. Nicht lange dauert es da fährt der Wagen an ihm vorbei und hält einige Meter vor ihm. Ein Mann steigt aus dem Wagen, er trägt einen teuren Anzug und einen dazu passenden Mantel und Hut. Der Mann steuert auf Vito zu. "Buona Notte, Mr Berici." Vito reißt die Augen auf, woher kennt er seinen Namen, ist es ein Culcini. "Buona Notte... ähm?" "Edduardo Scarpa, meine Freunde nennen mich Eddie, freut mich Sie kennen zu lernen." "Ganz auf meiner Seite, aber was wollen Sie von mir?" "Wissen sie Mr Berici, man sollte manche Dinge besser hinter verschlossenen Türen erledigen. Steigen Sie bitte in den Wagen." fordert der Sizilianer nun Vito auf. Der weigert sich nicht und steigt hinten ein, gleich wie Eddie. "Mr Berici, sie müssen wissen das wir heute ebenfalls in der Bar waren und wir haben ebenfalls mitbekommen das sie etwas gesagt haben das jemand was gegen die herrschende Mafiosi Familie tun sollte. Dieser jemand sind wir, die Carpecchi Familie aus Sizilien." "Hört sich interessant an Mr Scarpe." "Das soll heißen das wir Leute brauchen die sich hier in New York auskennen und wissen mit wen sie es hier zu tun haben. Wir wissen das sie schon fast ihr ganzes Leben hier in dieser großen Stadt verbringen und darum möchten wir Sie fragen ob Sie gewillt wären unsere Sache zu unterstützen." Vito runzelt seine Stirnfalten. "Das kommt jetzt etwas unerwartet." Er überlegt kurz. "Nun gut, aber was springt für mich dabei raus, und noch wichtiger was soll ich machen?" Eddie beginnt zu lächeln. "Vorerst sie werden Ihre gesamten Schulden los da die Culincis nicht mehr da sein werden. Außerdem bekommen sie jetzt von mir 100 Dollar bar auf die Hand gedrückt wenn sie mir sagen wo ich diesen Mr O'Brian finden kann." Vito beginnt zu lächeln. "Das wäre mehr als gut für mich und meine Familie. O'Brian wohnt im selben Block wie ich, ich weiß nur nicht welche Wohnung." "Danke Mr Berici." sagt er dann knapp und holt 100 Dollar aus seiner Tasche und gibt sie Vito. "Nochmal 100 Dollar wenn sie Pietro aus dem Verkehr räumen. Sie kennen ihn, sie kennen seine Routen, Schwachstellen und am wichtigsten, wann er alleine ist. Ach ja und noch etwas besonders wichtiges, Sie müssen eindeutige Zeichen setzen damit die Culincis wissen das wir da sind." Kurz darauf holt er eine kleine Schachtel raus in der eine typische Colt liegt und dazu 2 Magazine. "Es ist nicht schwer damit um zu gehen..." beginnt Eddie nun und erklärt Vito wie die Waffe funktioniert. "Verstanden?" fragt er nun nach. "Ja, Mr Scarpa." antwortet er noch und nimmt die Waffe an sich und steckt sie in seine Jackentasche. "Gut Mr Berici, wir sind da. Also bei Ihnen vor der Haustür." Vito hebt eine Augenbraue und blickt aus dem Fenster, tatsächlich. "Danke, Mr Scarpa." "Wir danken Ihnen Mr Berici. Wir müssen jetzt noch Mr O'Brian aufsuchen, Ciao Mr Berici." verabschiedet sich Scaroa noch als Vito aus dem Auto austeigt. Kurz darauf fährt der dunkle Wagen nun auch schon weiter. "Auf was ich mich da jetzt eingelassen habe?" murmelt Vito nun und schüttelt seinen Kopf. Darauf geht er die Treppen hoch zu der Wohnung seiner Familie. Es schläft schon jeder von daher geht er nun so leise wie möglich in sein Zimmer um sich dann in sein Bett zu legen und über die ganzen Sachen zu schlafen.

Am nächsten Morgen brummt Vito etwas der Schädel, hat er doch zu viel getrunken. Es ist Sechs Uhr Morgens, seine gewöhnliche Zeit aufzustehen, da er ja heute Arbeiten muss. Zum Glück beginnt die Arbeit am Samstag erst um Neun Uhr. So geht er in die Küche wo sein Vater bereits die Zeitung liest und seine Mutter den Kaffee kocht. "Buon Giorno" sagt er etwas verschlafen. Luca ist anscheinend noch nicht da, was ihn auch nicht sonderlich wundert, er muss ja nicht am Wochenende arbeiten. "Vito, wo hast du dich gestern so lange rum getrieben?" "Ich war mit Giorgio unterwegs und habe... ein Mädchen kennen gelernt." "Wustte ich es doch das mein Sohn bald seine Frau finden wird." meint der Vater nun lachend und liest weiter in der Zeitung. "Soso, Mafiosi tot in seiner Wohnung gefunden, ein C war in seine Haut geritzt. Die Welt wird auch immer verrückter." 'Die Carpecchi' denkt sich Vito nun und beißt von dem Stück Brot runter und trink dann seinen Kaffee. "Pietro kommt heute." sagt er dann zu seinem Vater. "Und er will das Doppelte." "Verdammter Halsabschneider, wir haben nicht so viel." "Pappa, mach dir keine Sorgen darum, er wird bald nicht mehr kommen." sagt er dann noch, denn er hat noch immer einen Auftrag zu erledigen. "Ich frag jetzt nicht wie du das anstellen willst." meint seine Mutter dann. Der Vater bleibt unbeeindruckt. "Naja, ich muss dann los." "So früh?" fragt der Vater dann. "Ja, Mario ist ausgefallen, ich muss heute früher anfangen. Der Vater schüttelt nur seinen Kopf aber ihn soll es recht sein. Vito geht nun zurück in sein Zimmer um sich sein Hemd anzuziehen und dann seine Arbeitsjacke, in der dann auch der Colt verschwindet. Kurz darauf verlässt er die Wohnung und geht runter zur Türe um dort auf jemanden zu warten, auf jemanden bestimmten.

Nach etwa 15 Minuten kommt Pietro daher und das alleine, wie erwartet. "Hey, schau mal einer an, da ist ja dieser Hafenarbeiter von Vito Berici. Wo ist das Geld?" "Ah gut dich zu sehen Pietro. Mein Vater ist im Moment nicht hier, aber ich habe das Geld bei mir, ich habe ja auch auf dich gewartet." Vito lächelt bei den Worten. "Perfetto, dann her damit." "Immer doch." sagt er nun und holt die 100 Dollar aus seiner Hemdtasche, die er gestern bekommen hat und reicht sie Pietro hin. "Merda, woher hast du das Geld?" fragt der muskulöse Italiener. "Überstunden." erwidert Vito dann kalt. "Überstunden..." wiederholt Pietro und dreht sich dann um um wieder zu gehen. Genau nach erwarten geht er durch die kleine Gasse zwischen den Wohnblöcken. Vito wartet kurz ehe er ihn dann leise folgt. Pietro beginnt dann etwas daher zu pfeifen und offenbar nicht merkt das Vito ihn folgt, der übrigens nun seinen Hut trägt um möglichst unauffällig zu bleiben. Als nun die Gasse nach links weiter geht sieht Vito nun endlich seine Chance. "Ähm Pietro?" "Was!?" fragt dieser und dreht sich um. "Ich soll dir noch schöne Grüße ausrichten." Vito hat die Colt nun schon auf Pietro gerichtet. "Merda, was soll das Vito?" fragt Pietro nun entsetzt, der Kerl soll ihn umlegen. "Vielleicht sagt der der Name Capecchi Familie was?" "Verdammt. Lass uns darüber reden ihr bekommt euer ganzes verdammtes Geld zu..." Wumms macht es noch. Die Tauben die oben an der Stromleitung saßen fliegen noch weg. Pietro nimmt nicht mehr viel wahr, es war ein astreiner Kopfschuss. Vito schaut den leblosen Körper nun entsetzt an und steckt die Colt wieder weg. Darauf holt er sein Messer raus und fährt damit einige Male über das Gesicht des Mafiosi um es ordentlich zu verunstalten. "Culinci, das hier ist meine Botschaft." murmelt er noch und gibt Pietro noch einen Tritt. Darauf geht er nun relativ schnell aus der Gasse raus, aus der von den Fenstern so manche Kreischer zu hören sind.

Mit schnellen Schritten geht Vito nun aus der Gasse raus. Da ist wieder dieser dunkle Wagen. Langsam dreht Eddie die Scheibe runter. "Steig ein, bevor die Polizia noch kommt." meint dieser knapp und Vito nickt noch kurz ehe er einsteigt. "Reife Leistung, Mr Berici." "Danke, woher wissen Sie?" "Dein Gesichtsausdruck, du hast noch nie getötet... das ist am Anfang relativ normal." Vito lacht kurz auf und schüttelt nun den Kopf. "Wohin darfs den gehen?" fragt Eddie nun. "Zu den Docks, ich fange heute etwas früher an." erwidert Vito nun. "Bald wirst du da unten nicht mehr arbeiten müssen, ach ja ehe ich es vergesse hier dein Geld und... gib die Waffe bitte wieder her, ich will nicht das du in Schwierigkeiten kommst." Eddie reicht Vito das Geld rüber und der dann wieder die Colt. "Danke jedenfalls nochmal dafür das du das gemacht hast. Im Falle das wir dich nochmal brauchen kontaktieren wir dich wieder." sagt Eduardo noch. "Ich muss danke sagen das wir nun endlich den Dreckssack los sind." "Glaub mir, damit hast du der Stadt einen Gefallen getan. Ach ja wir sind da." "Ah, bene grazie. Ciao, Mr Scarpa." sagt Vito noch ehe er aus dem Wagen steigt und nun runter zu den Docks geht. Hinter ihm fährt der dunkle Wagen nun wieder weg. Kurz darauf schaut Vito auf die Uhr, es ist 9:30.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 4:21 pm

"Giovanni ist tot." begrüßt Fabrizio Olivia am Frühstückstisch und hält ihr die Zeitung entgegen. Verschlafen reibt sie sich die Augen und zieht ihren Morgenmantel zu, bevor sie sich setzt und die Zeitung entgegen nimmt.
"Das war sicher der wahnsinnige Ire." motzt ihr Bruder, bevor er einen Schluck Kaffee trinkt. Olivia greift gedankenverloren nach der Espressokanne um sich Kaffee einzuschenken, während sie den Artikel überfliegt. "Wahnsinnig? Kann schon sein. Aber selbst wenn er es war... Wenigstens tut einer mal das Richtige." kommentiert sie den Artikel und auch die Worte ihres Bruders, zuckt im nächsten Moment allerdings zusammen als dieser mit der Faust auf den Tisch schlägt. So fest, dass die Tassen klappern: "Das Richtige? Spinnst du?! Wer denkst du bezahlt den Kaffee den du da trinkst?" blafft er sie an, greift nach seiner Tasse und schüttet ihr den Kaffee ins Gesicht, der zum Glück nicht mehr all zu heiß ist. Olivia öffnet den Mund um etwas zu sagen, ist allerdings zu schockiert um die richtigen Worte zu finden.
"Die Culincis passen wenigstens darauf auf, dass sich hier nicht die falschen Leute breit machen. So wie der Engländer. Und vergiss nicht das Schlitzauge vor einem halben Jahr, das ebenfalls eine Schneiderei aufmachen wollte."
Olivia blickt auf, ihre Unterlippe zittert: "Ja... Und jetzt sind sie tot..." murmelt sie. "Du bist doch auch einer von denen inzwischen..."
"Und? Wenigstens geben mir die die Chance etwas besseres zu werden als ein Schneider. Denkst du ernsthaft ich habe Lust für den Rest meines Lebens Weiberarbeit zu erledigen?"
"Aber Papa..." protestiert Olivia und will gerade aufstehen, allerdings hält Fabrizio sie zurück.
"Papa... Ist krank. Und das weißt du. Was denkst du denn wird den Laden bald übernehmen?" Fabrizio sieht sie eindringlich an und Olivia schlägt die Augen nieder, bevor sie sich eine Zigarette aus der Packung auf dem Tisch nimmt.
"Du triffst dich heute mit dieser Hafenratte oder?" fragt ihr Bruder und Olivia nickt. "Pass bloß auf, dass du nicht auch anfängst zu stinken." ätzt er und Olivia zieht die Augenbrauen hoch: "Wenigstens stinkt er nicht nach Scheiße aus dem Hintern der Culincis in dem du ja schon so weit drin steckst, dass nur noch eine Füße rausschauen." zischt sie, bevor sie einfach neben sich auf den Boden spuckt.
Die Ohrfeige, die sie über den Tisch hinweg trifft, lässt Olivia für einen Moment Sternchen sehen. Aber bei Gott, das war es wert. "Und jetzt entschuldige mich. Ich muss mich waschen und umziehen. Für die Hafenratte." Mit diesen Worten erhebt sie sich langsam, muss sich allerdings für einen Augenblick an ihrer Stuhllehne festhalten weil ihr schwindelig wird, bevor sie zurück in ihr kleines Zimmer geht, wo sie sich erst einmal mit dem eisig kalten Wasser aus dem Lavur das Gesicht wäscht.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 5:26 pm

Es dauert keine 10 Minuten bis sie das heruntergekommene Appartementgebäude erreichen. Polly hetzt die knarzenden Treppen in den dritten Stock hoch. Schon als sie das Stockwerk erreichen sieht sie, dass die Tür zu der kleinen Wohnung halb offen stehen. Polly schließt die Augen und atmet tief durch: "Sofia?" fragt sie, bevor sie die Tür aufschiebt und entsetzt stehen bleibt. Die ganze Einrichtung ist verwüstet, der kleine Kasten in dem sie ihre Kleidung aufbewahren umgekippt, ebenso wie die Standuhr.
Neben der Tür ist eine große Wasserlacke auf dem Boden zu sehen in der die Scherben der Waschschüssel liegen. Polly beißt sich auf die Unterlippe und blickt sich suchend um. Hinter dem umgestürzten Bett lugt ein Fuß hervor, der in einem schwarzen Strumpf steckt.
Mit einem Schrei des Entsetzens bahnt Polly sich einen Weg durch den völlig verwüsteten Raum und kniet sich neben Sofia. Ihr Gesicht ist blutverschmiert und ihre weit aufgerissenen Augen starren tot ins Leere. Der Hals der Frau ist unnatürlich geknickt und Polly schreit unter Tränen auf. Weinend schlägt sie die Hände vors Gesicht und sinkt nach vorne mit der Stirn an Sofias Brust. "Es tut mir so leid... Es tut mir so leid..." wiederholt sie immer und immer wieder verzweifelt schluchzend.

Es scheint ewig zu dauern bis sie sich wieder fängt. Ihre Augen brennen wegen der Tränen und in ihrem Kopf dreht sich alles. Wie in Trance setzt sie sich auf. "Ich war fast noch ein Kind, als ich hier her gekommen bin... Und ich war alleine... Sie... Sie hat mich bei sich aufgenommen und sich um mich gekümmert... Fast wie... Wie eine Mutter. Eine versoffene, herumhurende Mutter... Aber trotzdem... Ich wollte nie, dass ihr was passiert."
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Seamus

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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 5:48 pm

Seamus betrachtet die Szenerie nun doch recht kühl. Innerlich wusste er, dass ihn ein solcher Anblick erwarten würde und er war schlimmeres gewohnt "Es tut mir leid" sagt er nur und bleibt an der Tür stehen. "Willst du die Cops rufen? Ansonsten sollten wir bald verschwinden ... Sonst hängt man uns die Sache noch an!" stellt Seamus nüchtern fest.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 5:53 pm

"Polizei? Bist du verrückt?! Als würde auch nur irgendjemand etwas gegen die Culincis machen. Die werden doch bestochen." mault Polly Seamus an. Auch wenn er es nicht verdient hat. Nun... Vielleicht doch ein wenig. Mit ihm hat alles angefangen. Langsam erhebt sie sich und geht zu ein paar Schritte durch den Raum. Schweigend kniet sie sich hin und hebt eine Diele an. Darunter verborgen eine verbeulte Metalldose. Seufzend nimmt Polly sie an sich und steckt sie in ihre Tasche, bevor sie das kleine Geheimversteck wieder verschließt. Erhobenen Hauptes erhebt sie sich und baut sich vor Seamus auf. "Du... Du bist schuld an all dem. Sorg dafür, dass alles wieder ins Lot kommt. Sonst bring ich dich eigenhändig um. Haben wir uns verstanden?"
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:07 pm

Seamus nickt nur, weder grinst er noch blickt er ernst drein, sein Gesichts ist ausdruckslos. "Das werde ich! Hast du was, wo du bleiben kannst? Sonst kannst du ja erstmal mit zu mir kommen!" sagt Seamus und betrachtet Polly aus traurigen Augen. "Du weißt genau wie ich, dass ich es bedauere, doch ich kann es nicht ungeschehen machen."
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:15 pm

Polly sieht ihn skeptisch an. "Zu dir?" Ihre Stimme wirkt belegt und sie beißt sich auf die Unterlippe. Aber etwas anderes bleibt ihr nicht übrig und dort gibt es vielleicht noch so etwas Ähnliches wie Sicherheit für sie, auch wenn sie sich nicht ganz sicher ist, ob hinter diesem Angebot nicht noch etwas anderes steckt. Das würde sie aber wohl bei jedem Mann vermuten, der ihr anbieten würde bei sich zu wohnen. Traurig blickt sie über die Schulter zurück in die Wohnung. Ein Wunder, dass sie sie nicht angezündet haben. Aber wahrscheinlich wollten sie, dass Polly Sofia findet.
"Wo soll ich denn auch sonst hin..." murmelt sie gedankenverloren. "Wir sollten wirklich gehen..." wendet sie sich wieder an Seamus und sieht ihn an. "Du hast nämlich Recht. Wenn wir zu lange hier bleiben haben sie uns am Arsch."
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:24 pm

Seamus zuckt mit den Schultern "Das ist nur ein Angebot, du kannst auch von mir aus bei irgendjemand anderes schlafen!" Als sie jedoch dann nachgibt nickt er nur "Komm, wir sollten gehen!" sagt er und öffnet die Tür. "Sag mal magst du die Nachbarn und den Vermieter?" fragt er und überlegt gerade, ob man nicht die Wohnung abbrennen sollte, damit niemand auf die Idee kommt, Polly den Mord dennoch in die Schuhe zu schieben.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:30 pm

"Was... Was soll die Frage?" Polly sieht ihn misstrauisch an. "Komm bloß nicht auf dumme Gedanken... Der Vermieter kann genauso wenig etwas für diese Bastarde wie ich. Und meine Nachbarn..." dabei deutet sie auf die Tür links von ihrem Appartement "haben gerade Zwillinge bekommen. Ich kann nicht sagen, dass ich viel Kontakt zu ihnen gehabt hätte... Aber zieh da bloß keine unschuldigen Leute mit rein." knurrt sie, bevor sie auf die Treppen zusteuert und dort auf ihn wartet: "Die haben damit doch nichts zu tun..." murmelt sie in seine Richtung.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:34 pm

Seamus zuckt mit den Schultern. "Das war nur ein Vorschlag. Dann darfst du jedoch damit rechnen, dass die Cops dich bald sehen wollen!" Er öffnet die Tür und geht bereits die Treppe hinunter, um Polly zu zeigen, dass er sich ihren Worten fügt. Er steht nun vor der Haustür an der Wand, raucht eine weitere Zigarette und wartet darauf, dass Polly kommt.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:39 pm

Polly blickt noch einmal zurück bevor sie ihm folgt. Noch im Treppenhaus zündet sie sich eine Zigarette an. Als sie die Haustür erreicht bleibt sie stehen und sieht sich suchend um. Seufzend geht sie zu ihm, nachdem sie ihn entdeckt hat: "Und woher sollen die wissen wo ich bin? Außerdem... Die sind vielleicht alle bestochen, aber wenn eine Hure stirbt, interessiert sie das so viel wie wenn ein Italiener furzt. Es ist nicht das erste mal dass eine von uns zu Tode geprügelt wird. Und nie ist das untersucht worden. Egal wem es in die Schuhe geschoben werden sollte. Aber... Können wir jetzt gehen? Ich würde mich gerne etwas hinlegen um nachzudenken über das alles. Das war alles etwas vie..." Eigentlich will sie erklären, dass ihr das alles zu viel war heute. So viel war passiert... Allerdings kommt sie gar nicht dazu, weil ihr schwarz vor Augen wird. In ihrem Kopf dreht sie alles im Kreis und als wäre ihr Körper nicht ihr eigener werden ihre Knie weich, bevor sie wie ein nasser Sack zu Boden fällt.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 6:57 pm

Seamus seufzt als sie zu reden beginnt, jedoch fällt ihm auf, dass sie schon bevor sie ohnmächtig wird dass Polly wankt. Als sie dann einknickt ist er bei ihr und fängt sie auf, bevor sie den Boden berührt. "Verdammte Scheiße!" flucht der Ire und blickt sich dann um. Die meisten Fußgänger machen einen Bogen um die beiden und Seamus überlegt nun wie er Polly am Besten nach Hause kriegt. Er seufzt und sieht überrascht wie ein Auto anhält. Erstaunlicherweise sitzt Scarpe auf der Rückbank und winkt Seamus ran. "Brauchen sie eine Mitfahrgelegenheit für sich und ihre Freundin, Mr O'Brian?" fragt er lächelnd und Seamus nickt. Er hebt Polly an und trägt sie zum Auto. Er setzt sie auf den Sitz und steigt dann in den Wagen. "Sie tauchen doch nicht nur auf um mir einen Gefallen zu tun, nicht wahr Mr. Scarpe?" fragt Seamus "Haben sie wieder einen neuen Auftrag für mich?" Scarpe nickt und sagt dann "Natürlich. Wie sie wissen, haben wir bereits begonnen, die Feindliche Familie auszuschalten. Bereits wichtige Capos haben wir durch sie und einen anderen Mann ausschalten können: Giovanni und Pietro. Es wird zeit, sich an die Chefetage zu machen, Mr. O'Brian." Er reicht ihm einen Zettel wo eine Adresse draufgeschrieben ist. "Suchen sie dort nach einem Mann namens Vito Berici. Er soll sie begleiten, dann kümmern sie sich um den Sohn von Don Culinchi. Sein Name ist Mario und er wird morgen Abend im Cinema Internationale seien. Dort können sie ihn erwischen!" Seamus nickt "Meine Bezahlung? Nun dies ist kein einfacher Capo. Wenn er stirbt werden sie dreihundert fünfzig Dollar bekommen. Aber denken sie dran, Mario wird nicht alleine sein!" Seamus nickt "Für dreihundert fünfzig Dollar nehme ich gerne ein paar Schwierigkeiten in Kauf." sagt er und das Auto hält "Nun, Mr. O'Brian. Sie hören von mir, wenn Mario Culinci tot ist." sagt er und öffnet die Tür. Seamus nickt und hebt Polly an. Er verlässt das Auto, dass hinter ihm wieder abfährt und geht hinauf in seine Wohnung. Dort legt er Polly auf das Bett und setzt sich auf einem Stuhl. Er zündet sich eine Zigarette an und wartet darauf, dass sie wieder wach wird.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:06 pm

Ächzend wälzt Polly sich herum. Vor ihren Augen flimmert es als sie versucht sie zu öffnen und ihr Kopf fühlt sich an, als hätte sie die ganze Nacht getrunken. Erst nach einigen Minuten schafft sie es sich aufzusetzen und für einen kurzen Augenblick gibt sie sich der Illussion hin, dass sie einfach nur einen Kater hat. Dieses, wenn auch körperlich unangenehme, allerdings in diesem Moment äußerst wohltuende Trugbild hält allerdings nur wenige Sekunden. Solange nämlich, bis sie merkt, dass sie nicht in ihrem Bett liegt. Orientierungslos blickt sie sich um, lässt sich wieder zurück sinken, als sie Seamus auf einem Stuhl sitzend erkennt. "Tut mir leid..." murmelt sie brüchig. "War ein harter Tag bis jetzt." Seufzend legt Polly ihren Unterarm über ihre Augen, so dass sie das Licht, welches durch das kleine, schmutzige Fenster fällt, nicht sehen muss. Zumindest hatte er offensichtlich genug Anstand gehabt sich nicht an ihr zu vergehen, während sie bewusstlos war. Außer er hätte sich natürlich die Mühe gemacht sie danach wieder anzuziehen. Was denkt sie da überhaupt? Sie sollte ihm wirklich nicht auch noch so etwas zutrauen. Aber... Im Grunde kann man einem Mann wie Seamus doch wirklich alles zutrauen. "Du bist so schweigsam?"
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:12 pm

Seamus lächelt als sich Polly aufrichtet "Das wird schon wieder und ist in Ordnung." sagt und als sie ihn fragt warum er so schweigsam ist, lächelt er und sagt "Ich hab einen neuen Auftrag erhalten, während du weg warst. Dreihundertfünfzig Dollar dafür, dass ich jemanden umlege!" Er lächelt und deutet auf Pollys Sachen, die nun ein wenig von Sofias Blut an sich tragen. "Du solltest dir vielleicht neue Kleidung kaufen!" Er legt ihr den fünfzig Dollarschein von eben hin. "Ich hoffe du nimmst ihn wenigstens jetzt an!"
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:20 pm

Polly sieht an sich hinab. Betrachtet das inzwischen getrocknete Blut an ihrem Rock und ihren Ärmeln. "Muss ich wohl..." murmelt sie, nimmt den Geldschein und schiebt ihn zusammengefaltet in ihren Bustier. "Aber... Noch nicht heute..." Polly schüttelt den Kopf, wickelt sich in die Decke und rollt sich seitlich zusammen. "350 Dollar? Das ist viel Geld. Muss denen wohl wichtig sein. Wen auch immer du umbringen musst." Unsicher kaut sie auf ihrer Unterlippe herum. Es fällt ihr schwer sich zu entspannen, so wie er dort drüben auf dem Stuhl sitzt und sie zu beobachten scheint, hat Polly ständig das Gefühl, dass er jeden Moment aufspringen könnte um über sie herzufallen. Immerhin war sie auf ihn angewiesen. Genauso wie sie auf den guten Willen von Pietro und den Culincis angewiesen war: "Pietro... Ich habe dir gesagt, dass er heute morgen bei uns war oder? Er hat mir gedroht und dann hat er mich vergewaltigt. Er und diese ganzen verfluchten Culinci Bastarde haben es nicht anders verdient. Sollen sie alle in der Hölle schmoren..."
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:27 pm

Seamus ballt die Hände zu Fäusten und sagt dann "Bei Jesus, er kann froh sein, dass er schon tot ist, sonst hätte ich ihn jetzt abgeknallt!" Er betrachtet Polly und sagt dann "Es tut mir leid, es tut mir alles leid, schließlich hab ich dir diese ganze Scheiße eingebrockt!" sagt er und betrachtet Polly mit Augen aus denen die Trauer spricht. Ja, er bereut es wirklich, dass er all diesen Tod in ihr Leben gebracht hat. "Vielleicht hättest du mir besser nicht sagen sollen wo ich was trinken bekommen kann!"
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:37 pm

"Du hast Recht. Vielleicht hätte ich das nicht tun sollen. Aber das 'was wäre wenn' Spiel ist doch sinnlos oder? Genauso könnte ich sagen, dass ich selbst schuld bin, weil ich in dieses verfluche Land gekommen bin. Oder dass meine Mutter schuld ist, weil sie mich aus sich heraus gedrückt hat." Polly setzt sich mit einem mal auf. "Was passiert ist, ist passiert und lässt sich ohnehin nicht mehr ändern. Ich muss jetzt damit fertig werden... Und... Wenn ihn nicht ein anderer umgelegt hätte, hätte ich es vielleicht selbst getan. Wer weiß das schon." Sie presst die Lippen aufeinander und wischt sich die Tränen aus den Augen. Sicher... Sie kann es nicht mehr ändern. Aber einfach so damit leben, kann sie auch nicht. Es ist eine Sache seinen Körper gegen Geld herzugeben. Das hat sie unter Kontrolle. Sie bestimmt und niemand sonst. Aber sich so ausgeliefert zu fühlen war etwas anderes. "Gib dir nicht die Schuld daran, sonst wirst du nie deinen Frieden haben."
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:42 pm

Seamus zuckt zusammen als sie schon wieder in Tränen ausbricht . "Wenn du willst lasse ich dich alleine!" sagt er und fügt dann noch hinzu "Ich kann mir denken, dass das nicht gerade ein toller Tag für dich wahr und du dich etwas ausruhen willst. Wenn du willst, gehe ich gerne ein bisschen um den Block!" Er hat sowieso noch Arbeit zu erledigen und je schneller er diesen Berici findet, desto besser. Er blickt Polly weiterhin an, die Zigarette in seinen Händen hat er längst vergessen.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 7:46 pm

"Geh ruhig. Ich möchte ein wenig schlafen, denke ich." murmelt sie und rollt sich auf die andere Seite, so dass sie ihn nicht ansehen kann. Seufzend schließt sie die Augen. Eine bleierne Müdigkeit macht sich in ihr breit und sie gähnt leise, während sie hört, wie die Türe des Appartements sich öffnet und dann wieder schließt. Offenbar war er jetzt wirklich gegangen und das war der Zeitpunkt für Polly sich endlich ihrer Blut besudelten Kleidung zu entledigen. Hektisch zieht sie sich aus und wirft ihre Bluse und ihren Rock unachtsam auf den Boden, bevor sie sich wieder ins Bett legt und nur einen Augenblick später einschläft.
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BeitragThema: Re: Wohngebiete   Wohngebiete EmptyMi Aug 10, 2011 8:37 pm

Es ist Nachmittag als Olivia die Regale in der Küche durchwühlt. Wenigstens ist niemand zuhause und so muss sie nicht erklären was sie sucht, denn sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder hätten sie für verrückt erklärt und sie in ihrem Zimmer eingesperrt, bis sie wieder klar im Kopf wäre.
Das wäre vielleicht auch gar nicht schlecht gewesen, allerdings muss Olivia etwas tun. Sie kann nicht einfach nur herum sitzen und die Klappe halten. Das konnte sie noch nie. In der hintersten Ecke in einer alten großen Kaffeedose findet sie was sie sucht. Die alte Winchester ihres Großvaters. Sie hatte noch nie eine Waffe in der Hand, geschweige denn geschossen. Aber sie hat ihrem Großvater oft zugesehen wenn er die Pistole gereinigt hat. Sorgsam überprüft sie ob in der Trommel Kugeln sind und sieht sich dann noch einmal um bevor sie die Waffe in ihre Handtasche steckt. Sorgsam stellt sie die Dose wieder zurück an ihren Platz, bevor sie die Wohnung verlässt. Immer noch waren ein Haufen Leute auf der Straße wegen Pietro und Olivia beschließt, dass sie hier die größten Chancen hat diesen Scarpe zu finden.
Und wirklich. Zuerst wäre er ihr gar nicht aufgefallen, hätte er die Fensterscheibe seines Wagens oben gelassen. Aber anscheinend hatte er sie herunter gedreht um besser sehen zu können was passierte. Olivia atmet tief durch und geht auf den Wagen zu: "Signore Scarpe?" fragt sie nach kurzem Zögern und der schlanke Kerl mit der markanten Nase sieht sie überrascht an: "Sie sind Olivia nicht wahr? Olivia Feruccio."
Olivia nickt, woraufhin Scarpa ihr die Wagentüre öffnet und, nachdem er sie hinter ihr wieder geschlossen hat, das Fenster nach oben kurbelt. "Sie haben sich gut mit Vito Berici unterhalten, wenn ich mich recht erinnere."
"Genau... Und... Deshalb bin ich auch hier. Oder... Unter anderem." murmelt Olivia und sieht sich kurz um. In ihrem ganzen Leben hat sie noch nie in einem so teuren Wagen gesessen. Aber dafür ist jetzt keine Zeit. Sie muss sich zusammen reißen.
"Was haben Sie auf dem Herzen? Reden Sie nur." Scarpa sieht sie durchdringend an und Olivia kratzt sich nervös am Nasenrücken: "Die Sache ist die... Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie die Culincis los werden wollen. Mein Bruder, Fabrizio ist den Culincis sehr zugetan, aber... Ich möchte nicht, dass ihm etwas passiert. Und deshalb biete ich ihnen an für Sie zu arbeiten. Ich meine... Was denken Sie, wieviel so ein kleines einfaches Zigarettenmädchen mitbekommt? Oder eine Schneidereigehilfin. Niemand macht sich die Mühe seine Gespräche zu unterbrechen, wenn eine dumme Frau in der Nähe ist? Sie müssen mich auch nicht dafür bezahlen. Ich habe nur zwei Bedingungen..."
"Si?" Scarpa scheint ernsthaft zu überlegen, während er sich eine Zigarette anzündet und ihr die Packung hinhält. Ziemlich teure, wie Olivia bemerkt. Sie nimmt sich dankend eine und lässt sich von ihm Feuer geben.
"Meiner Familie passiert nichts... Und keiner erfährt von diesem Gespräch. Wirklich keiner."
Scarpa blickt auf und nickt dann: "Keine Sorge. Das bleibt alles unter uns. Ich werde mich bei Ihnen melden, wenn ich etwas von Ihnen brauche, bene?"
"Bene." antwortet Olivia bevor sie die Wagentüre öffnet und aussteigt. Allerdings nicht ohne ein flauhes Gefühl im Magen.
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